Suchtberatung: Verstehen, begleiten, Grenzen erkennen
Sucht hat viele Gesichter – von substanzgebundenen Abhängigkeiten bis hin zu subtileren Formen wie Arbeitssucht, Mediensucht oder Co-Abhängigkeit. In diesem Modul widmen wir uns der systemisch-dialogischen Begleitung von Menschen mit suchtbezogenen Themen. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis von Suchtmechanismen zu entwickeln und konkrete Beratungsansätze für die Praxis zu erarbeiten.
Im Zentrum steht die Frage: Wie können wir als Berater*innen hilfreich, klar und präsent sein, ohne uns in die Dynamiken der Sucht oder Co-Abhängigkeit hineinziehen zu lassen? Welche Haltung ist unterstützend – und wo sind fachliche wie persönliche Grenzen? Ein Teil des Wochenendes ist der Reflexion eigener Haltungen, Kontaktpunkte und möglicher familiärer oder gesellschaftlicher Prägungen im Umgang mit Sucht gewidmet. Dabei schaffen wir Raum für Selbsterkenntnis, Resonanz und persönliche Klarheit: Wo begegnet mir Sucht in meinem Leben oder Umfeld? Welche inneren Reaktionen löst das Thema in mir aus? Was hilft mir, innerlich stabil zu bleiben? Das Modul verbindet theoretisches Wissen, methodisches Handwerk und die Entwicklung einer klaren, empathischen Berater*innen-Haltung – für eine wirksame und zugleich gut abgegrenzte Begleitung von Menschen mit Sucht-Themen.